Telefonvorwahlen

Telefonvorwahlen – manche helfen sparen, andere kosten nur

Telefonvorwahlen gibt es einige, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Bevor man eine anwählt, sollte man sich absichern, dass es keine der teuren ist.

Telefonvorwahlen hatten ursprünglich eine ganz einfache Aufgabe. Mit zunehmender Anzahl der Anschlüsse war es irgendwann nicht mehr möglich, die zehn zur Verfügung stehenden Ziffern so zu kombinieren, dass jedes Mal eine andere Variante dabei herauskam. Also behalf man sich mit den Telefonvorwahlen. Jedem Land und jedem Ort wurden unterschiedliche Vorwahlen zugewiesen. Auf diese Weise können sich die einzelnen Nummernkombinationen wiederholen, da sie durch die Telefonvorwahl unterscheidbar werden.

Mit der Zeit wurden dann Vorwahlen entwickelt, die einem bestimmten Zweck dienen. Am bekanntesten sind hier sicherlich die, die einem von Tätigen des horizontalen Gewerbes offeriert werden. Unter diesen Nummern kann man Flirt- und Sexhotlines erreichen, allerdings zahlt man auch ein kräftiges Entgeld dafür. Der Fairness halber muss man allerdings sagen, dass dies eine allseits bekannte Tatsache ist und sowohl bei den in Zeitungen inserierten Anzeigen, als auch bei den gesendeten Fernsehspots jedes Mal deutlich angezeigt wird.

Deutlich weniger fair sind hier diejenigen, die versuchen, nichtsahnende Bürger mittels solcher Telefonvorwahlen um ihr Geld zu bringen. Um ihr Ziel zu erreichen, versenden diese Betrüger zum Beispiel willkürlich SMS auf beliebige Handys, mit Textmitteilungen, in denen der Handybesitzer aufgefordert wird, eine bestimmte Nummer anzurufen, weil er einen Preis gewonnen hat oder, was eigentlich noch unfairer ist, vorgegaukelt wird, irgendein Bekannter sei in Not und brauche dringend Hilfe. Bei solch einer Nachricht ruft man auch einmal zurück, obwohl einem die Nummer völlig unbekannt ist. Wählt man diese Nummer dann an, hat man innerhalb weniger Sekunden eine horrende Rechnung zu erwarten.

Auch bei der Nutzung von Servicenummern verschiedener Dienstleister ist Vorsicht geboten. Denn entgegen der Erwartung, dass eine Hotline, die einem Hilfestellung leisten soll, eigentlich kostenfrei sein müsste, sind sie es häufig nicht. Viele dieser Nummern sind gebührenpflichtig und kosten 12 Cent und mehr pro Minute. Es gibt aber natürlich auch Telefonvorwahlen, die einem einen kostenfreien Anruf garantieren. Man sollte allerdings immer vor einem Anruf genau kontrollieren, ob eventuell Gebühren anfallen, denn sobald man gewählt hat, kann einem im schlimmsten Fall schon das Besetztzeichen Geld kosten.


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